Eindeutige Vorgaben für Anschluss, Leistung und Anmeldung
Seit dem 1. Dezember 2025 gilt eine neue Produktnorm für den Betrieb von Balkonkraftwerken. Sie schafft erstmals eindeutige technische Vorgaben für Anschluss, Leistung und Sicherheit und soll damit mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher bringen.
"Die neuen Regeln erhöhen die Sicherheit und sorgen für klare Rahmenbedingungen" sagt Sigrid Goldbrunner, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. "Wer jetzt ein Balkonkraftwerk installiert, kann sich besser orientieren und künftig unkompliziert Solarstrom nutzen."
Anschluss über die Haushaltssteckdose erlaubt
Stecker-Solargeräte dürfen nun offiziell über eine normale Schuko-Steckdose betrieben werden — vorausgesetzt geeignete Schutzvorrichtungen, wie zum Beispiel Schuko-Stecker mit Schutzumhüllungen oder Trennschalter sind vorhanden. Der Einsatz von Mehrfachsteckdosen ist weiterhin nicht erlaubt.
Klare Vorgaben zur maximalen Leistung
Die neue Norm legt auch die zulässigen Leistungsgrenzen für Balkonkraftwerke fest:
Höhere Anforderungen an die mechanische Sicherheit
Hersteller müssen künftig klar angeben, für welche Einsatzbereiche ihre Montagesysteme geeignet sind. Zudem müssen diese den örtlichen Bedingungen wie Wind- und Schneelasten standhalten.
Registrierung und rechtliche Rahmenbedingungen
Stecker-Solargeräte müssen weiterhin im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Eine zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr nötig. Bei Mietwohnungen ist es weiterhin wichtig, dass der Eigentümer der Installation an der Fassade oder Balkonbrüstung zustimmt. Die Zustimmung darf nicht ohne triftigen Grund verweigert werden. Wichtig bleibt ebenfalls eine fachgerechte Befestigung, damit die Anlage sicher hält und niemanden gefährdet.
Mit dem Wattbewerb startete am 21.02.2021 ein bundesweiter Wettbewerb, um die Installation von Photovoltaikanlagen zu beschleunigen und so aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Auch die Stadt Bad Aibling ist seit August 2024 Teil des Wattbewerbs.
Bürgerbeteiligung und Transparenz in Bad Aibling
Die Bürger von Bad Aibling können jederzeit einsehen, wie der Ausbau der Photovoltaikanlagen in ihrer Stadt voranschreitet. Interessierte erhalten aktuelle Informationen und Statistiken, die den Zubau an Solaranlagen sichtbar machen und das Engagement aller Beteiligten Stadt, Unternehmer, Bürger und Bürgerinnen dokumentieren.
Ein Wettbewerb für den Klimaschutz
Durch die Teilnahme von Städten wie Bad Aibling gewinnt der Wattbewerb an Dynamik und zeigt, wie Städte und Gemeinden gemeinsam die Energiewende vorbringen können – Watt für Watt in eine klimaneutrale Zukunft!
Wenn sie wissen wollen wo Bad Aibling beim Ausbau steht, hier der Link zum Wattbewerb: Wattbewerb - Spielplattform
Wer baut das Klimadashboard und wie wird es finanziert?
Das Klimadashboard ist ein gemeinnütziges, interdisziplinäres Projekt aus Design, Wissenschaft, Kommunikation und Technik. Es macht komplexe Klimadaten verständlich und frei zugänglich. Möglich wird das durch ehrenamtliche Arbeit, Preisgelder und Spenden.
Welche Ziele verfolgt das Klimadashboard?
Das Projekt unterstützt die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, indem es Daten zu Klimafolgen, Herausforderungen und Lösungen klar aufbereitet. Es möchte eine verlässliche Quelle für aktuelle, regionale Informationen sein – besonders für Medien, Lehrende und politische Entscheidungsträger*innen – und damit datenbasierte Berichterstattung und wissenschaftlich fundierte, sozial gerechte Klimapolitik stärken.
Alle, die einen aktiven Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende leisten wollen und an ersten Informationen über die Möglichkeiten und wirtschaftlichen Eckdaten einer Photovoltaikanlage auf ihrem Gebäude interessiert sind, können unter www.solarkataster-rosenheim.de ausprobieren, ob das jeweilige Dach für die Nutzung der Sonnenenergie geeignet ist. In einer Wirtschaftlichkeitsberechnung werden individuelle Gegebenheiten wie Stromverbrauch, Strompreis, Eigennutzung oder Vermietung, Nutzung einer Wärmepumpe und/oder eines E-Autos berücksichtigt, aber auch die Themen Energiespeicherung, Fremdfinanzierung und Eigenverbrauch fließen in die Ergebnisse ein. Zudem ist es möglich über ein konfigurierbares Lastprofil den persönlichen Tagesablauf abzubilden und so noch genauere Informationen zu erhalten. Mit den Erkenntnissen aus dem Solarkataster können die nächsten Schritte wie Energieberatung und Beauftragung einer Anlage angegangen werden.
Dabei ist dieser Online-Service nicht nur für Eigenheimbesitzer interessant, auch gewerbliche Gebäude, Landwirtschaft und öffentliche Liegenschaften können individuell betrachtet werden.
Der Solarkataster Rosenheim ist ein Angebot des Landratsamtes Rosenheim und der Initiative Energiezukunft Rosenheim www.ezro.de in Kooperation mit den Landkreisgemeinden und der Stadt Rosenheim.
E-Autos Ladeinfrastruktur
Die Stadtwerke Bad Aibling haben bereits 2014 die erste Ladesäule in Bad Aibling installiert. Aktuell können an sechs verschiedenen Standorten insgesamt 18 E-Autos gleichzeitig geladen werden.
Unter folgendem Link erfahren Sie mehr über die E-Ladesäulen der Stadtwerke Bad Aibling und deren Standorte:
https://www.stadtwerke-bad-aibling.de/de/Mobilitaet/E-Mobilitaet/
E-Bike Ladeinfrastruktur
An der Bad Aiblinger Therme gibt es eine Ladestation für E-Bikes.
E-Carsharing Angebote in der Stadt Bad Aibling finden Sie unter dem Punkt "Verkehr & Mobilität".
Das Landratsamt Rosenheim bietet eine kostenlose, einstündige Beratung in Einzelgesprächen mit anerkannten und unabhängigen Energieberatern der BAYERNenergie e.V..
Zum Thema Energie können sich Bauherren, Wohnungs- und Gebäudebesitzer im Landratsamt Rosenheim bei den Energieberatungstagen ausführlich informieren. Weiterführende Informationen erhalten Sie auch unter: https://www.energieatlas.bayern.de/
Die Energiezukunft Rosenheim EZRO - ein Zusammenschluss von Stadt und Landkreis Rosenheim, Technische Hochschule Rosenheim sowie öffentlichen, privatwirtschaftlichen und privaten Akteuren - beschäftigt sich mit Themen der Energiewende. Ihre Aufgabengebiete reichen von Beratung und Vernetzung der Bürger, über Veranstaltungen und Workshops, bis hin zur Entwicklung von Strategien zur Nutzung erneuerbaren Energieträger in der Region. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://ezro.de/wer-wir-sind/